Akteure
 

Gemeinsam
mehr erreichen!

Über 150 Millionen Mädchen und Frauen sind weltweit noch immer von Genitalverstümmelung bedroht, eine grausame Tradition, die älter ist als jede Religion und entgegen weit verbreiteter Klischees nicht nur in Afrika und nicht nur in muslimischen Kulturen bis heute fortbesteht. Es gibt also noch viel zu tun!

 

Die somalische Schriftstellerin Fadumo Korn: „Ich wünsche mir von allen NGO's, MedizinerInnen, Hebammen, PolitikerInnen und den Medien einen respektvollen Umgang mit dem Thema Beschneidung von Mädchen und Frauen. Ich möchte, dass man die Kraft und die Schönheit der afrikanischen Frauen zeigt. Die afrikanischen Frauen sind die Säulen der afrikanischen Gesellschaft.“

 
Diesem Ziel haben sich die Organisationen verschrieben, die hier eine Übersicht ihrer Arbeit präsentieren. Es geht darum, weibliche Genitalverstümmelung endgültig zu überwinden, und zwar, indem die betroffenen Menschen selbst in diesem Vorhaben unterstützt, ernst genommen und mit Respekt behandelt werden.
 
Schirmherrschaft
Bundespräsident Christian Wulff hat die Schirmherrschaft von INTEGRA übernommen.
 
 

Was ist INTEGRA?


 

INTEGRA, das sind derzeit 24 deutsche Organisationen, die sich weltweit für eine Überwindung der weiblichen Genitalverstümmelung (Female Genital Mutilation, FGM) engagieren. Zahlreiche weitere Organisationen arbeiten mit INTEGRA lose zusammen. Das Netzwerk wurde auf Initiative der Deutschen Gesellschaft für Technische Zusammenarbeit (GTZ) GmbH im Jahr 2000 ins Leben gerufen und hat sich 2005 den Namen INTEGRA gegeben.

 

Was will INTEGRA?

 
Durch den Zusammenschluss in einem Netzwerk wollen die einzelnen Organisationen Synergieeffekte und größere Erfolge in ihren Bemühungen für ein Ende der weiblichen Genitalverstümmelung erzielen.

Mit dem Austausch von Informationen über aktuelle Arbeits- und Länderschwerpunkte, unterschiedliche Ansätze zur Überwindung von weiblicher Genitalverstümmelung, konkrete Praxiserfahrungen und sogenannte Good Practices wollen die Organisationen voneinander lernen, Doppelarbeit vermeiden und erfolgreiche Ansätze übernehmen und verbreiten.

Die Organisationen wollen unter dem Dach von INTEGRA Kooperationen vereinbaren, um so Kräfte und Ressourcen für ein größeres Engagement zu bündeln.

Die Organisationen wollen unter dem Namen INTEGRA die gemeinsame Öffentlichkeits- und Lobbyarbeit für das Thema im In- und Ausland fördern.
 
 
Integra-Sitzung am 20.5.2008" im Fuldaer Statdschloß

Kontakt:
Die Sprecherinnen

Die Sprecherschaft übernimmt jeweils eine Organisation für die Dauer von zwei Jahren. Aktuell:

Barbara Schirmel

Bischöfliches Hilfswerk Misereor
Telefon: 0241-442364
E-Mail

Stellvertretende Sprecherinnen sind:

Ulrike Niewerth

Lebendige Kommunikation

Telefon: 0661-65062 E-Mail

Fadumo Korn
Forward Germany

Telefon: 069-13826078 E-Mail

 
Leitlinien
Die Akteure haben Leitlinien für die Zusammenarbeit im Netzwerk INTEGRA vereinbart.
 

Arbeitsbereiche der Akteure

Die Organisationen fördern Projekte und Aktivitäten zur Überwindung von weiblicher Genitalverstümmlung in den folgenden Bereichen:

 
Sensibilisierung und Aufklärung über die Folgen von FGM
 
Maßnahmen zur Veränderung von Einstellungen und Verhalten
 
Maßnahmen zum Austausch und Dialog über FGM für Frauen und Männer
 
Zusammenarbeit mit religiösen und traditionellen Autoritäten
 
Unterstützung von lokalen Initiativen und Stärkung von privaten und staatlichen Organisationen, die sich gegen FGM engagieren
 
Menschenrechtsarbeit
 
Ausbildung für Mädchen, Frauen und Beschneiderinnen
 
Arbeit auf unterschiedlichen Ebenen: gemeindenahe Ansätze, nationale Strategien
 
Vernetzung von Akteuren
 
Lobbyarbeit im In- und Ausland